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Der Kampf der Vereinten Nationen gegen den Klimawandel


Vereinte Nationen Flagge

Teil 2: Die Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen 


Der folgende Blog ist Teil der dreiteiligen Reihe “Der internationale Kampf gegen den Klimawandel”. Die Reihe soll einen Überblick über die wichtigsten Verträge, Organisationen und Instrumente schaffen und dabei helfen, diese richtig einzuordnen. Im ersten Teil haben wir uns mit der Stockholm Konferenz und dem Rio-Erdgipfel die Grundlage des UNFCCC angeschaut. In diesem Teil werfen wir einen Blick auf den Aufbau und die Tätigkeit des UNFCCC und die Gründung des IPCC. 


United Nations Framework Convention on Climate Change 


UNFCCC - zu deutsch “Klimarahmenkonvention” - ist, wie der Name schon sagt, ein internationales Klimaschutzabkommen der Vereinten Nationen. Als solches verfolgt es 7 Funktionen. 


Anerkennung des Problems

1994, als die UNFCCC in Kraft trat, war die wissenschaftliche Beweislage weniger umfangreich als heute. Dennoch verpflichtete die UNFCCC ihre Mitgliedstaaten, im Sinne der menschlichen Sicherheit zu handeln, auch bei wissenschaftlicher Unsicherheit.


Setzung eines ambitionierten, spezifischen Ziels

Das Hauptziel der Konvention ist es, die Konzentrationen von Treibhausgasen auf einem Niveau zu stabilisieren, das gefährliche anthropogene Störungen des Klimasystems verhindert. Dieses Niveau soll innerhalb eines Zeitrahmens erreicht werden, der Ökosystemen eine natürliche Anpassung ermöglicht, die Nahrungsmittelproduktion sichert und nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung zulässt.


Verantwortung der Industrieländer

Industrieländer, die die meisten vergangenen und gegenwärtigen Treibhausgasemissionen verursacht haben, sollen im eigenen Land die Emissionen signifikant reduzieren. Es wurden 12 Länder definiert, die bis zum Jahr 2000 ihre Emissionen auf das Niveau von 1990 senken sollten.


Förderung von Klimaschutzmaßnahmen in Entwicklungsländern

Industrieländer verpflichten sich, Entwicklungsländer durch finanzielle Mittel über ihre übliche Hilfe hinaus zu unterstützen. Ein System aus Zuschüssen und Darlehen, verwaltet durch den Global Environment Facility, soll Technologietransfer und Klimaschutzmaßnahmen in weniger entwickelten Ländern fördern.


Überwachung und Berichterstattung

Industrieländer müssen regelmäßig über ihre Klimapolitik und Maßnahmen Bericht erstatten, einschließlich einer jährlichen Bestandsaufnahme (Global Stocktake) ihrer Treibhausgasemissionen. Entwicklungsländer berichten allgemeiner und weniger häufig, abhängig von der Finanzierung ihrer Berichterstattung, besonders in den am wenigsten entwickelten Ländern.


Entwicklung eines ausgewogenen Ansatzes

Die Konvention erkennt die Bedeutung der wirtschaftlichen Entwicklung für ärmere Länder an und akzeptiert, dass deren Treibhausgasemissionen steigen werden. Dennoch versucht sie CO2-arme Maßnahmen aktiv zu suchen und fördern, die wirtschaftlichen Fortschritt nicht behindern.


Beginn der Anpassung an den Klimawandel

Die Konvention erkennt die Verletzlichkeit aller Länder gegenüber dem Klimawandel an und fordert besondere Bemühungen zur Milderung der Folgen, insbesondere in Entwicklungsländern. Damit wird auch die Anpassung an den Klimawandel (jener Teil, der bereits jetzt nicht mehr rückgängig gemacht werden kann) stärker in den Vordergrund gerückt und ein umfassender Rahmen für die Anpassung geschaffen.


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