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HanfBauSysteme

  • 26. Mai
  • 2 Min. Lesezeit

Die Baubranche verursacht fast 40 % der globalen CO2-Emissionen: ein massives Problem, für das Kamilla und Laura eine Lösung gefunden haben. Mit ihrem Startup HanfBauSysteme bringen sie nachhaltige Fertigteilwände aus Hanfkalk nach Österreich.

Ihr Ziel: Ein Baustoff, der mehr CO2 speichert, als er verursacht, und gleichzeitig wirtschaftlich mit konventionellen Methoden mithalten kann. Im Interview erklären die Gründerinnen, wie sie die Kreislaufwirtschaft auf den Bau bringen und warum die Hanfpflanze der Schlüssel für ein gesundes Ökosystem ist.

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Wer seid ihr, und was macht euer Startup?

Wir sind Kamilla und Laura und wir arbeiten an einem Startup für nachhaltige Fertigteilwände aus Hanfkalk.


Wie seid ihr auf die Idee gekommen?

Laura ist vor fünf Jahren über den Baustoff gestolpert und war sofort begeistert. Seit dem verfolgt sie den Traum, damit die Welt zu verändern und Bauen für Menschen und Umwelt verträglicher zu machen. Mit dem Fertigteilwerk will sie den Baustoff nach Österreich bringen. Kamilla hat ebenfalls den großen Wert der Hanfpflanze erkannt und beschäftigt sich vor allem in ihrem Studium mit verschiedenen Aspekten davon. Über eine Startup Veranstaltung haben wir dann zusammengefunden und arbeiten jetzt zusammen an der Idee.


Welches Problem löst ihr und warum ist das relevant für eine nachhaltige Zukunft?

Wir lösen das Problem, dass die Baubranche für knapp 40 % der globalen CO2 Emissionen verantwortlich ist, da Hanfkalk CO2-negativ ist. Außerdem erweitern wir die Auswahl an Baustoffen, sodass keine Ressource zu sehr ausgebeutet wird. Den Kund:innen, also Baufirmen oder Bauherrschaft, ermöglichen wir mit unserer Idee ökologische Baustoffe wirtschaftlich und in einem einfachen System zu verwenden. Außerdem bieten wir Hanfbauer:innen die Möglichkeit Reststoffe der Hanfpflanze gewinnbringend zu vertreiben. Die Hanfpflanze ist auch aus landwirtschaftlicher Sicht ein enormer Mehrwert durch Bodenverbesserung und relativ niedrigen Ansprüchen beim Anbau. Somit ist sie eine sehr schonende Pflanze für das Ökosystem.


Wie messt ihr euren ökologischen oder sozialen Impact?

Wir können eine Ökobilanz von den Wänden erstellen um schwarz auf weiß zu zeigen, wie unsere Wände performen. Darüberhinaus fördern wir auch den Hanfanbau und die Benefits, die diese Pflanze sowohl für die Natur als auch die Menschen bringt, zum Beispiel der hohe gesundheitliche Wert von Hanfsamen.


Was waren eure größten Herausforderungen und was habt ihr daraus gelernt?

Die größte Herausforderung ist, dass die Nachhaltigkeit des Produktes irgendwie wertgeschätzt wird. Am Ende wird immer der Preis entscheiden, egal wie nachhaltig ein Produkt ist. Für Nachhaltigkeit zahlen die wenigsten Kund:innen. Daher müssen wir weitere Features und Vorteile einbauen, die das Produkt von anderen abhebt.


Setzt ihr Prinzipien der Kreislaufwirtschaft um, wenn ja wie?

Ja, die Konstruktion der Fertigteile ist so, dass sie wieder voneinander getrennt werden können, wenn das Gebäude irgendwann abgebaut wird. Außerdem kann Hanfkalk recycelt werden. Alle Produktionsabfälle des Hanfkalkes können auch direkt wieder als Rohstoff in die Produktion zurückgeführt werden.

 
 
 

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